
Bemüht! - ~Sehr schöne klangliche Stimmung, gute Musiker und sehr ordentliche Sänger, die aus sich herausgehen!Aber irgendwie hört sich das alles an, als würde jemand die Leine nicht ganz los lassen.Liegt es am zu großen Respekt vor den Originalen? Liegt es gar daran, dass die Auswahl der Originale nicht allzu inspiriert daherkommt, denn es sind die Rocksongs, die wir alle schon ewig und ständig immer wieder bei allen Gelegenheiten aufgebrüht bekommen, da geht einem schon beim Hören der Schwung aus. So gesehen muss man sogar großen Respekt vor den Musikern haben, dass sie sich noch ganz gut motivieren konnten...Wie auch immer, locker und elegant ist das nicht, sondern alle Beteiligten scheinen sich oder das Projekt viel zu ernst genommen zu haben. Das überträgt sich leider auf die Stimmung.Wo die Jazzkantine viel zu bemüht klingt und dabei verkrampft dem Werk Niveau einhauchen möchte, da wird sie z.B. mit Schmiss von Richard Cheese überrollt, der beim Zurücksehen ein breites Grinsen im Gesicht haben dürfte.Paul Anka hat übrigens ein zwar weniger jazziges, aber doch ähnliches Swing- und Bigbandalbum aufgenommen, mit bekannten Pop- und Rockstücken, Rock Swings. Das ist wirklich großartig. Professionell und trotzdem locker, sowie mit Respekt, aber auch der nötigen Distanz zu den Originalen.Solche Scheiben leiden immer unter dem Nachteil, dass man sich schneller satt hört, als bei neuen Kompositionen. Für dieses Album dürfte das aufgrund der Auswahl der Stücke besonders gelten, auch wenn das ganze klanglich nicht alltäglich und versiert umgesetzt ist.
Open mind for a different view... - Eine Jazz-Scheibe mit Cover-Versionen von 12 der größten Songs der Rockgeschichte???Entweder man geht damit total baden...,oder es kommt dabei eine der geilsten Scheiben des Jahres heraus.Jeder einzelne Track vermittelt eine völlig neue Seite dieser Klassiker,die dadurch fast zu eigenständigen Songs werden.Man merkt den Künstlern jederzeit an,daß sie mit Spaß bei der Sache sind (unterstelle ich mal ,-) ) und die Auswahl der Vocalists paßt wie die Faust aufs Auge.Als Fazit eine Scheibe,die auch nach Jahren sicherlich nicht im Plattenregal verstauben wird,und die man immer mal wieder gern hervorholt...,vorausgesetzt man hält es mit den Worten von James Hetfield: Open mind for a different view!...and nothing else matters!
Metal goes Jazz - macht Spass! - Die Höhepunkte: Paranoid als Groovemonster im Stile von Stretch s Why did you do it, Nothing else matters als Gänsehaut-Soulballade mit Xavier Naidoo, I was made for loving you als Barjazz - alles in allem ein spannend arrangiertes Album, das mir um einiges besser gefällt als vorangegangene Versuche von Paul Anka oder Pat Boone.
Gewollt - aber nicht gekonnt - Da ich ein großer Fan der Jazzkantine bin, habe ich voller Vorfreude die CD gekauft, aber auch nach mehrmaligem Hören ist es für mich nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Die Songs wirken ohne Charme - bis auf wenige Ausnahmen - und klingen für mich nicht wirklich ausarrangiert mit wenig Liebe zum Detail. Wer wirklich bekannte Songs verjazzt hören will, sollte zu Jessica Gall greifen - zwar sind das keine Hardrocksongs, aber dort wird diesen alten Liedern ein ganz neues Leben eingehaucht!
Selten so was Geiles gehört!!! - Kompliment an diese Truppe! Als eingefleischter Rocker und Freund der harten Töne stehe ich solchen Projekten immer sehr skeptisch gegenüber. Erst recht, wenn es ACDC an den Kragen gehen soll. Doch diese Scheibe ist der Wahnsinn! Die Interpretation der Originale ist einfach super gelungen. Ein ganz großer Wurf. Die Scheibe macht ohne Ende Spaß und sorgt für gute Laune. Jeder der auch nur die geringste Spur von Rhythmus im Blut hat wird hier mitgehen. Kaufen!!!